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Die Musik- und Kunstschule

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Stadtarchiv_Bielefeld_03Die Geschichte der MuKu

Die Musik- und Kunstschule der Stadt Bielefeld ist mit ihren 6.000 Schülerinnen und Schülern sowie 121 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Musik- und Kunstschule in Deutschland. Sie wurde 1956 gegründet und ist Mitglied im Verband der deutschen Musikschulen (VdM) und in der Landesarbeitsgemeinschaft kulturpädagogischer Dienste (LKD).

Im Jahr 1956 waren es zunächst private Initiativen gemeinnützig denkender Bürgerinnen und Bürger, die die Schule als Verein entstehen ließen. Diese Initiatoren, an deren Spitze Ewald Kipper, damals Chef der ASTA-Werke, stand, wollten die Künste fördern, in dem sie Verständnis dafür verbreiteten. Außerdem sollte ein breites Publikum für die kommunalen und freien Angebote im Bereich von Kunst und Musik entstehen.

Das ist bis heute erhalten geblieben und insofern war unsere Musik- und Kunstschule zu keiner Zeit eine Einrichtung für angehende Spezialisten, sondern ihr erstes Ziel war und ist es, dass möglichst viele Bielefelderinnen und Bielefelder Musik und Kunst neben Schule und Beruf im Alltag erleben und genießen können.

Bei der kommunalen Neuordnung im Jahre 1973 war es ein natürlicher Schritt, dass die Stadt Bielefeld die Schule übernahm und dass aus den Jugendmusikschulen in Bielefeld und Sennestadt eine gemeinsame städtische Institution wurde. Deren Ziele und Aufgaben möchte die Stadt Bielefeld auch heute noch, in ungleich schwierigeren Zeiten, wahrnehmen, weil die Nachfrage nach Musik- und Kunstunterricht ungebrochen ist.

Die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern tragen allerdings mehr als früher mit ihrem Schulgeld wesentlich dazu bei, dass das Institut in einer Zeit, in der auch die Stadt Bielefeld erheblichen Sparzwängen unterliegt, leben und seine Funktion erfüllen kann. Im Jahr 2006 feierte die Musik- und Kunstschule ihr 50-jähriges Bestehen. Den Veranstaltungsflyer kann mann hier herunter laden.

Geschichte der Musikschulen in Deutschland

Musikschulen wurden im Jahr 1924 durch Fritz Jöde angeregt und damals als Jugendmusikschule bezeichnet.

Bereits im Jahre 1897 wurde in der norddeutschen Kleinstadt Quakenbrück die Musikschule Lindhorst durch den späteren Stadtmusikdirektor Heinrich Lindhorst gegründet. Diese Einrichtung wurde später von Sohn und Enkel weitergeführt. Noch heute wird das Musikleben in Quakenbrück in großem Maße vom Urenkel des damaligen Gründers - Norbert Lindhorst - geprägt. [1]

Öffentliche Musikschulen

Musikschulen gehören in fast allen Städten und Landkreisen zum festen öffentlichen Kultur- und Bildungsangebot, vergleichbar mit den Theatern, Volkshochschulen oder öffentlichen Bibliotheken. Sie bilden damit in Kooperation und in Ergänzung des Musikunterrichts an den öffentlichen Schulen und Hochschulen sowie dem privaten Musikunterricht einen Teilbereich der Musikpädagogik in Deutschland.

Eine Jugendmusikschule ist eine meist öffentliche Einrichtung von Städten und Gemeinden, in denen Kinder Unterricht auf Musikinstrumenten erhalten. Durch Zuschüsse sind die Kosten für den Unterricht oft niedriger als bei privaten Musiklehrern. Unterrichtet wird an den Musikschulen meist durch diplomierte Musiklehrer, die ihr Instrument an einer Musikhochschule erlernt haben.

Neben Einzelunterricht wird an den Musikschulen vielfach auch Gruppenunterricht erteilt, der in der Regel kostengünstiger ist. Oft unterhalten die Musikschulen eigene Musikgruppen und Orchester.

In Deutschland gibt es rund 950 öffentliche Musikschulen in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft, an denen über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterrichtet werden. Sie sind im Verband deutscher Musikschulen e.V. zusammengeschlossen, der seinerseits Mitglied im Deutschen Musikrat ist. An den öffentlichen Musikschulen werden in der Regel Musikalische Früherziehung, Instrumentalunterricht, Vokalunterricht, Chor, Orchester, Big Band und Musikalische Erwachsenenbildung angeboten. Die musikalische Ausrichtung umfasst sowohl den E-Musik-Bereich, als auch die U-Musik mit Rock, Pop, Jazz, Hip-Hop und anderes.

Konzerte, Vorträge, Musikschultage und die Teilnahme der Musikschüler an Musikwettbewerben machen die Musikschulen zu Kulturträgern in den Kommunen und Landkreisen. Mit den Richtlinien und Rahmenlehrplänen des Verband deutscher Musikschulen e.V. sowie dem gemeinsamen Strukturplan bieten die öffentlichen Musikschulen im VdM deutschlandweit gleichartige, hohe Qualitätsstandards für den Unterricht im Singen und Musizieren.

In Österreich ist das Musikschulwesen in erster Linie Ländersache. Der föderalen Struktur Österreichs entsprechend ist der Wille, diese Regelung beizubehalten, weiterhin vorhanden, dennoch existiert mit der KOMU (Konferenz der österreichischen Musikschulwerke) eine den Landesmusikschulwerken übergeordnete Instanz. Auf die KOMU gehen auch die Lehrplanprojekte zurück, die für die beteiligten Länder (zu den 9 österreichischen Bundesländern kommt noch Südtirol hinzu) eine Rahmenregelung definieren. Der neue KOMU-Lehrplan ist vollständig im Internet einsehbar und definiert den musikpädagogischen Anspruch an österreichische Musikschulen.

Im Unterschied zu Deutschland ist für die Lehrer an österreichischen Musikschulen der Angestelltenstatus die Regel, außer in Vorarlberg sind Musikschullehrer Landesbedienstete.

 

 

 

Copyright © 2009 Musik- und Kunstschule Bielefeld.
Alle Rechte vorbehalten.