Ticket in die Ver­gan­gen­heit

Text: Der Lite­ra­tur­kurs von Kevin Loo­ck des Max-Planck-Gym­na­si­ums

Musik: Johan­nes Strzy­zew­ski

  • Febru­ar 2014

  • 5 Auf­füh­run­gen

  • Rudolf-Oetker-Hal­le

  • 6000 Besu­cher

  • 250 Mit­wir­ken­de

Pres­se

Furio­ses Musi­cal

Zum Jubi­lä­um: Unter­halt­sa­me Rei­se in die Ver­gan­gen­heit der Stadt / Kar­ten weg

Mit­te. Der Auf­trag: Mehr als 1.000 Schü­ler über Stun­den zu fes­seln. Das Ergeb­nis: Auf­ga­be erfüllt — mit Stern­chen. Die Schü­ler der MuKu haben ges­tern ihr Bie­le­feld-Musi­cal “Ticket in die Ver­gan­gen­heit” gezeigt — und ihr Publi­kum in der Rudolf-Oetker-Hal­le schlicht umge­hau­en.

Ein Grüpp­chen von Men­schen sitzt in der Stadt­bahn, war­tet auf die Abfahrt. Man spricht über dies und das, Respekt vor dem Alter, die immer fre­che­ren jun­gen Leu­te. Als Jus­tin, der mit sei­ner Schwes­ter unter­wegs ist, die Bahn­fah­re­rin anpö­belt, beginnt ein gewal­ti­ges Gewit­ter. Am Ende ist nichts mehr, wie es war: Die Bahn steht plötz­lich im Wald, die Grup­pe stößt auf merk­wür­di­ges Markt­trei­ben im Schat­ten einer gewis­sen Spar­ren­burg, die sich noch im Bau befin­det.

Wohl­ge­launt und völ­lig angst- frei agier­ten die Musik­schü­ler auf der Büh­ne der Oetker­hal­le. Das Jubi­lä­ums-Musi­cal „Ticket in die Ver­gan­gen­heit” wur­de am Ende gefei­ert.

Eine Rei­se in die Ver­gan­gen­heit und dann wie­der in die Gegen­wart beginnt — und die ist gespickt von sau­kom­i­schen Begeg­nun­gen. Ihren Höhe­punkt fin­det die Rei­se, als Jus­tin sich in Hele­na ver­liebt, die nun dum­mer­wei­se in einem ande­ren Jahr­hun­dert lebt und nicht mal eine Han­dy­num­mer hin­ter­las­sen kann.

Das Musi­cal ist flott insze­niert und gespielt, eine gro­ße Leis­tung hat auch das Orches­ter der Musik- und Kunst­schu­le abge­lie­fert, das einen Quer­schnitt aller Musik­sti­le zeig­te, die die Schu­le lehrt. Erwäh­nens­wert sind sicher­lich auch die his­to­ri­schen Kos­tü­me, die einen in das Bie­le­feld 1240 zurück­ver­set­zen. Das Publi­kum zeig­te sich schwer begeis­tert von dem Kunst­stück, an dem rund 250 Schau­spie­ler, Chor­sän­ger und Tän­zer — alle­samt Lai­en — betei­ligt sind.

Fai­rer­wei­se muss gesagt wer­den, dass das The­ma “Bie­le­feld” sicher einen gewis­sen Heim­vor­teil genießt. Unter­halt­sam und fast his­to­risch kor­rekt wird der Zuschau­er hier locker-flo­ckig über Bie­le­felds Geschich­te infor­miert.

Das Musi­cal zum Jubi­lä­um der Stadt Bie­le­feld ist eine Gemein­schafts­pro­duk­ti­on der Musik- und Kunst­schu­le sowie des Lite­ra­tur­kur­ses am Max-Planck-Gym­na­si­um unter der Lei­tung von Kevin Loo­ck. Die Musik hat Johan­nes Strzy­zew­ski, Lei­ter der Musik- und Kunst­schu­le, kom­po­niert. Die Schü­ler des Lite­ra­tur­kur­ses, die die Tex­te geschrie­ben haben, spiel­ten und san­gen aber nicht mit. Das wäre nicht zu schaf­fen, da sie zur Zeit der Pro­ben alle in den Abitur­prü­fun­gen steck­ten.

Ins­ge­samt sind für die Pro­duk­ti­on 16 Musik­stü­cke ent­stan­den. Die ers­ten Anfän­ge des Text­schrei­bens lie­gen unge­fähr zwei Jah­re zurück. Erst als der Text fer­tig war, begann Johan­nes Strzy­zew­ski, Lei­ter der Musik­schu­le, die Musik zu kom­po­nie­ren. Die Regie zum Musi­cal hat­te Gun­ther Möll­mann, die musi­ka­li­sche Lei­tung hat Chris­ti­an van den Berg. Für die Cho­reo­gra­phie zeich­nen Ulla und Dan Agbe­tou ver­ant­wort­lich. Die rund 6.000 Kar­ten für die Vor­stel­lun­gen waren bereits nach weni­gen Wochen aus­ver­kauft.

Alex­an­dra Buck für die Neue West­fä­li­sche am 7.2.2014

Sto­ry

Eine Bie­le­fel­der Stadt­Bahn wird durch eine kurio­se Ver­ket­tung von wid­ri­gen Umstän­den zur Zeit­ma­schi­ne und kata­pul­tiert die Fahr­gäs­te in das Jahr 1250.

Sie sehen mit eige­nen Augen, wie die jun­ge Stadt Bie­le­feld ent­steht. Der Ver­such in die Gegen­wart zurück zu gelan­gen, will zunächst nicht gelin­gen und die Stadt­Bahn springt mit sei­nen Fahr­gäs­ten noch­mal in eine ande­re Zeit. Dies­mal lan­den die Fahr­gäs­te im 19. Jahr­hun­dert. In die­ser Zeit ent­ste­hen Fabri­ken und Bie­le­feld wird zum Zen­trum der Tex­til­in­dus­trie.

Es spie­len sich kurio­se Kon­flik­te zwi­schen den Per­so­nen der ver­schie­de­nen Zei­ten ab und — wer hät­te es gedacht — es gibt auch eine Lie­bes­ge­schich­te. Die aller­dings erweist sich als sehr kom­pli­ziert, immer­hin ste­hen fast 800 Jah­re zwi­schen dem jun­gen Pär­chen.

Team

RegieGun­ther Möll­mann
Co-RegieAnn­ele­na Bal­ke
Regie­as­sis­tenzLau­ra Schil­ler
Schau­spiel­un­ter­richtAnn­ele­na Bal­ke, Gun­ter Möll­mann
Gesangs­coa­chingShaya van den Berg, Anet­te Gebau­er, Jani­na Schulz
musi­ka­li­sche Lei­tungChris­ti­an van den Berg
stellv. Orches­ter­lei­ter
Chor­lei­tungShaya van den berg
Band­lei­tungJohan­nes Strzy­zew­ski
Tanz­un­ter­richtDan­s­Art
Cho­ro­egra­phieUlla und Tchek­po Dan Abbe­tou
Kos­tümSabri­na Strunk
Mas­keSabie­ne Töp­ler
Büh­nen­bildMar­tin Kor­des, Rai­ner Krau­se
LoGo und Pla­kat­ent­wurfRai­ner Krau­se, Diet­rich Schul­ze
Art Direk­tor Print­me­di­enDiet­rich Schul­ze
VideoDen­nis Bödi­cker
Tech­nikmss Audio
Ton­mi­schung
Licht­de­sign
Orga­ni­sa­ti­onLau­ra Schil­ler
Manage­mentFlo­ri­an Loren­zen
TextLite­ra­tur­kurs von Max-Planck-Gym­na­si­um unter Lei­tung von Kevin Loo­ck
MusikJohan­nes Strzy­zew­ski
Pro­duk­ti­onMusik- und Kunst­schu­le der Stadt Bie­le­feld