Die MuKu entwickelt ein umfassendes Schutzkonzept
Die Musik- und Kunstschule der Stadt Bielefeld arbeitet derzeit intensiv an der Entwicklung eines umfassenden Schutzkonzepts. Ziel ist es, für alle Schülerinnen und Schüler, deren Familien sowie für das Kollegium ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder Mensch geschützt und ernst genommen fühlt.
Den Auftakt bildete eine grundlegende Fortbildung zum Thema sexualisierte Gewalt, an der das gesamte Kollegium teilgenommen hat. Inhalte wie typische Dynamiken, Täter*innenstrategien oder Unterstützungswege waren teils erschütternd, zugleich aber äußerst wichtig für unsere pädagogische Arbeit. Die Schulung hat uns deutlich sensibilisiert und verdeutlicht, wie essenziell klare Strukturen und offene Kommunikation sind.
Wichtig ist uns dabei:
Wir möchten Betroffenen Glauben schenken, zuhören und dann fachliche Unterstützung hinzuziehen – denn eine solche spezialisierte Ausbildung besitzen wir nicht. Eine Übersicht über wichtige Anlaufstellen der Stadt Bielefeld hilft uns dabei:
Broschüre der Stadt Bielefeld
https://www.bielefeld.de/sites/default/files/datei/2024/Broschuere_DIN_A5_missbrauch_web_2024_0.pdf
Ein erster konkreter Schritt ist bereits umgesetzt:
Vor Raum EG.02 im Hauptgebäude wurde ein Kummerkasten angebracht, in den Hinweise, Beschwerden oder Verdachtsmeldungen anonym eingeworfen werden können.
Digital ist eine Meldung auch möglich unter: Clara.Koenig@bielefeld.de
Als nächstes folgt eine Risikoanalyse, bei der wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie ihren Familien betrachten möchten, an welchen Orten und in welchen Situationen an der MuKu ein gutes Gefühl besteht – und wo eventuell Verbesserungsbedarf liegt. Aufbauend darauf entwickeln wir einen Verhaltenskodex, bevor anschließend das vollständige Schutzkonzept entsteht.
Wir stehen noch am Beginn dieses Prozesses, freuen uns jedoch auf die gemeinsame Arbeit an einem Thema, das für das Miteinander an unserer Musik- und Kunstschule von zentraler Bedeutung ist.




