Die Für­sor­ge­pflicht den “Jugend musiziert”-Gästen gegen­über gebie­tet es, den Bun­des­wett­be­werb “Jugend musi­ziert” 2020 abzu­sa­gen. Als euro­pa­weit strah­len­des Leucht­turm-Pro­jekt steht “Jugend musi­ziert” in beson­de­rer Ver­ant­wor­tung sei­nen Teilnehmer*innen und För­de­rern gegen­über. Alle für die inhalt­li­che Pla­nung und Durch­füh­rung Ver­ant­wort­li­che kön­nen nach­füh­len, wie groß die Ent­täu­schung der jun­gen her­aus­ra­gen­den Musi­ke­rin­nen und Musi­ker ist, denen nun die Prä­sen­ta­ti­on ihres musi­ka­li­schen Kön­nens im bun­des­wei­ten Ver­gleich mit­ein­an­der ver­wehrt ist.
Aber der jähr­li­che Bun­des­wett­be­werb ist weit mehr als ein Leis­tungs­ver­gleich der Bun­des­spit­ze vor einer hoch­ka­rä­ti­gen Fach­ju­ry, die über Prei­se und wei­te­re För­der­maß­nah­men ent­schei­det. Er ist vor allem ein Musik­fest, das von per­sön­li­cher Begeg­nung der Teil­neh­men­den unter­ein­an­der, mit Eltern, Leh­ren­den, Jury­mit­glie­dern, Publi­kum und schließ­lich mit den Men­schen sowie der spe­zi­el­len Atmo­sphä­re der gast­ge­ben­den Stadt lebt. Ein sol­cher Wett­be­werb ist in der Coro­na-Kri­se nicht mög­lich. Dazu kommt, dass mit der Absa­ge der meis­ten Lan­des­wett­be­wer­be der Ver­gleich fehlt,  der jeder Teil­nah­me am Bun­des­wett­be­werb vor­aus­ge­hen muss. Es gilt die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Situa­ti­on gerecht zu wer­den; auch wenn die Absa­ge des 57. Bun­des­wett­be­werbs schwe­ren Her­zens erfolgt.